In love with…Tallinn, Estonia

Hello lovebirds,

Ich hatte diesen Sommer die Ehre nach Tallinn, Estland zu fliegen, um bei der Hochzeit von zwei sehr lieben Freunden von mir dabei zu sein. Zum ersten Mal bin ich in eine Stadt geflogen, ohne vorher einen einzigen Reiseführer durchgeblättert zu haben. Okay, ich geb zu, ich hab ein bisschen auf Instagram gestöbert, aber eher um mir ein Bild von der Stadt zu machen, als mir Tipps einzuholen. Ich durfte das Wochenende bei der Familie vom Bräutigam verbringen, wo ich mich ein wenig in meine Austauschzeit in Australien zurückversetzt gefühlt hab. Anfangs war ich etwas nervös, ich kannte auf der Hochzeit kaum Leute und musste mir mein Zimmer mit einem Mädl teilen, die ich seit der ersten Minute in mein Herz geschlossen hab. Es war das erste Mal, dass Freunde geheiratet haben und irgendwie war das ein großer Moment für mich. Eine Hochzeit, davon war ich (und bin ich noch immer) weit entfernt und es ist doch ein sehr großes Versprechen “bis ans Ende eures Lebens”, wenn man unsere heutige Lebenserwartung in Betracht zieht. Es hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht und ich hab großen Respekt vor so einer großen Lebensentscheidung. Aber eigentlich soll das kein Heiratsgschichtn Beitrag werden, sondern ein paar Eindrücke von Tallinn vermitteln. Vor meiner Reise hatte ich bereits viel über Estland gehört, M hat regelrecht davon geschwärmt und es als schönstes Land der Welt verkauft. Meine Erwartungen waren also – trotz der nicht vorhandenen Vorstellungen, wie das Land tatsächlich aussehen soll – unfassbar hoch, aber ich muss zugeben, M hat sein Land gut vermarktet.

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Tallinn ist so eine unglaublich schöne Stadt, die mich sehr mit ihren Pastellfarben und hübschen Türchen verzaubert hat. Am liebsten wäre ich noch länger geblieben und hätte ein paar mehr Dinge entdeckt und überhaupt wäre ich noch gerne nach Helsinki gefahren, das nur eine Bootsfahrt entfernt liegt. In letzter Zeit liebe ich es generell, Städte zu entdecken, die nicht so gehyped sind, da man einfach kein Bild und daher keine Erwartungen von der Stadt hat. Oke gut, Estland mag momentan vielleicht auch gehyped sein, aber das liegt wohl eher an der vergangenen EU-Ratspräsidentschaft. Es ist eine entzückende Kleinstadt, die ihre mittelalterlichen, historischen Ecken, aber auch ihre modernen Businessviertel hat. Die Altstadt erinnert mich ehrlich gesagt ein wenig an meine Heimatstadt Freistadt, die sich auch mit mittelalterlicher Architektur schmückt. In der Innenstadt gibt es traditionelle Restaurants, in denen man regelrecht ins Mittelalter zurückversetzt wird. Ich war leider so mit der Hochzeit beschäftigt, dass ich es nicht dorthin geschafft habe. Dafür hab ich am Sonntag vor meiner Abreise noch ein sehr tolles (ja, Hipster) Lokal entdeckt – das Pegasus – in dem es das leckerste Brot gab, das ich je gegessen hab und das ich sehr empfehlen kann. Ich hab mir gleich einen Laib mitgenommen, um ehrlich zu sein.

DSC_0154Tallinn hat so eine praktische Größe, dass man ohne großem Plan in der Stadt herumspazieren kann und trotzdem alles sehen kann. Ein absolutes MUSS sind die Aussichtsplattformen. Davon gibt es soweit ich weiß drei und die eine ist schöner als die andere. Manchmal muss man sich richtig seinen Platz erkämpfen, um ein schönes Foto zu schießen, da es – zumindest im Sommer – nur so wimmelt von Touristen, aber es ist dennoch die Mühe wert. Wir sind bestimmt eine halbe Stunde dort gesessen und haben den traumhaften Ausblick genossen. Außerdem kann man dabei richtig gut Leute beobachten, wie sie sich für Fotos in Szene setzen und den einen oder anderen Faux-Pas belächeln.

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Unbedingt empfehlen kann ich auch einen Spaziergang entlang des Meeres, wobei man sich ab und zu vielleicht die Nase zuhalten sollte, da es durchaus mal unangenehm riechen kann, aber der Blick über die ‘Skyline’ Tallinns macht das alles wieder gut. Außerdem würde ich unbedingt einen Abstecher ins Kaufhaus Solaris Keskus machen und rauf zur Dachterrasse schauen. Nicht nur gibt es dort ein tolles Lokal, sondern der Ausblick auf die Altstadt ist wunderschön und wie mir scheint ein kleiner Geheimtipp zu sein, da wir dort kaum Touristen gesehen haben. Außerdem gibt es in dem Kaufhaus einen Boost, meine große australische Liebe für gesunde frozen yoghurt smoothies. Es war für mich ein sehr kurzes, aber dennoch intensives Wochenende in Tallinn und ich freue mich schon aufs nächste Mal, denn ich bin mir sicher, das war nicht mein letzter Besuch in Estland!

Bisou, M

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